Redfords 1. Mustangtreffen oder der Unterschied zwischen Theorie + Praxis!
Saturday, 27 July 2002 (17:36:47) UTC

Eingereicht von Frank

Mit Stolz geschwellter Brust fuhr unser allseits beliebter Robert oder auch als Redford bekannt mit uns letzten Sonntag zum Treffen nach Antwerpen.

Es war ein wirklich schöner Morgen und sollte ein noch schönerer Tag werden. Zumindest wurde er es für uns. Für Redfort wurde es vielleicht der WICHTIGSTE Tag seines Lebens, denn es war der Tag an dem er den echten Unterschied zwischen Theorie und Praxis kennen lernte.

Kurz zur Vorgeschichte:
Redfort heißt nebenbei auch "Der Theoretiker" weil er sehr gerne liest und der Meinung ist das immer alles stimmt was da so geschrieben steht. Theoretisch stimmt das auch, aber praktisch nicht immer, wie JJ ihm schon so manches Mal bewiesen hat. Nun zurück zum Treffen. Wie uns Robert mitteilte sollten wir doch bitte schön gemütlich nach Belgien fahren da er Probleme mit seiner Motortemperatur habe und er (Zitat) 2 Fahrspuren benötige da sein Fahrwerk zur Zeit so schlecht sei .Uns stellte sich die Frage wie er ohne funktionierende Anzeige für Benzin, Öldruck und Temperatur dieses wissen konnte.

Nichtsdestotrotz fuhren wir los und waren echt überrascht als Robert auf einmal Gas gab und die A40 mit über 200Kmh entlang raste. Sein Fahrwerk machte dabei auch keine Probleme (?) Das Auto qualmte nur ein bisschen viel und wir dachten unsere Fahrt würde noch vor Holland enden. Aber theoretisch durfte er gar nicht Qualmen. Da sich Robert entschieden hatte etwas schneller zu fahren und er nicht an sein Handy ging waren wir auch in weniger als 2 Stunden in Antwerpen. Dort angekommen und auf den Rauch angesprochen öffnete er spontan seine Motorhaube. Und es war sehr ölig!

JJ stellte fest das der Motor Öl aus der Ansaugbrücke drückte wie sich dann herausstellte lag das daran das eine Schraube der Ansaugbrücke nicht festgezogen war. Diese konnte man auch nicht festziehen weil das Gewinde kaputt gedreht war und zwar durch seinen Besitzer und das schon vor längerer Zeit. Aber theoretisch war das auch gar nicht weiter schlimm. Denn theoretisch fährt der Wagen auch, so hatte Robert es Errechnet, über 220 km/h und das bei 6000 U/min. Er hatte nur vergessen dass der 351er praktisch nicht für solche Drehzahlorgien ausgelegt ist.


Dieses Foto ist von der Rückfahrt.(Dazu später mehr.)

Langsam sank der GUTE LAUNE Pegel bei ihm gen Null und es erfreute ihn auch nicht so richtig wie sich die Besucher sein schönes Auto ansahen und von seinen Verbreiterungen und 265er Hinterreifen so richtig fasziniert waren. Vielleicht wurde Ihm bewusst dass er doch besser einen zusätzlichen Ölkühler brauchte für diese Geschwindigkeiten. Dann passte sich das Wetter Roberts Gemütszustand an und es begann zu regnen. Was war nur passiert? Er hatte doch alles richtig gemacht oder? Sein Leiden begann auf der Rückfahrt erst richtig denn die dauerte viel länger als die Hinfahrt.

Das lag zum einen daran das er noch keine Erfahrungen mit dem Fahren in einer Kolonne hatte und permanent zuviel Abstand ließ. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen aber mit der Begründung seine Bremsen wären viel schlechter als unsere und dann aber bei Regen dem Vordermann so dicht aufzufahren das der das Kennzeichen schon nicht mehr sehen konnte, das kann es ja nicht sein.

Als nächstes machten wir einen kurzen Stopp weil unser Ulla mal ein Bedürfnis hatte und es bot sich die Möglichkeit an kurz zu tanken .Aber das hatte ja noch keiner nötig denn wir brauchten ja theoretisch überhaupt nicht zu tanken.


Ca. 5min nach Verlassen der Tankstelle und Robert tankt nach!

Woher sollte er das auch wissen OHNE Tankanzeige. Aber gut gerüstet wie er war hatte er ja 2 Fünfliter Kanister mit Benzin im Kofferraum und das sollte auch für die nächsten 40 KM reichen und da musste doch eine Tankstelle kommen. Ganz bestimmt kommt da eine .Denn von den 10 Reservelitern landeten mindestens 2 auf der Strasse weil er keinen passenden Einfüllstutzen hatte.

Aber endlich ging es weiter und dann kam sie auch die lang ersehnte Tankstelle und damit wären wir wieder beim ersten Foto wären.

Als Robert nach dem erneuten Tanken wieder sofort starten wollte wiesen wir ihn darauf hin das es Praktisch doch besser wäre einmal den Öl und Wasserstand zu prüfen .Denn bei soviel Qualm könnte der Ölverlust doch etwas größer sein .Dieses machte er sehr widerwillig weil es ihm egal war ob der Motor ganz den Geist aufgibt oder nicht .Denn er ist ja ADAC-Plus Mitglied!

Hier hatte er dann wirklich die Nase voll nachdem er feststellte dass sein Auto fast genau soviel Öl wie Benzin verbrauchte. Wut wich Resignation und es wurde beschlossen sofern es das Auto bis nach Haue schaffte die Kennzeichen abzuschrauben und sich ein neues Hobby zu suchen .Also wundert euch nicht wenn dieses Auto bald bei Ebay steht.

Wir nutzen die Pause zum Pullern und um den Rest von Ullas selbst gebackenen Kuchen zu Essen. Der Rest der Fahrt verlief dann wie durch ein Wunder reibungslos und wir kamen alle nach Hause. Denn diesmal hatten wir auch praktisch genügend Benzin.

Unser Fazit :
Theoretisch hätte nichts passieren dürfen aber die Praxis sieht leider ganz anders aus. Und wer das nicht glaubt sollte dann mal den Theoretiker fragen der endlich seine ersten PRAKTISCHEN Erfahrungen gesammelt hat .

Wir empfehlen niemandem ohne Drehzahlmesser, Temperaturanzeige, Öldruckanzeige oder vor allem einer defekten Tankanzeige so eine weite Strecke zu fahren ohne reichlich Erfahrung mit seinem Mustang zu haben. Für uns war es wirklich ein wirklich gelungenes und sehr unterhaltsames Treffen.

Euer
JJ

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